Es kostete mich schon einiges an Überwindung, mich ihm so zu präsentieren, aber ich wollte ihm gehören, es kam keine andere Entscheidung in Frage. Als er rein kam, kniete ich, nackt, mit dem Kopf zum Boden. Mein Herz pochte bis zum Hals, und ich war zu keinem klaren Gedanken mehr fähig. Seine Schritte auf dem harten Boden, die Tür, die ins Schloss fiel, die Ruhe mit der er den Raum betrat, brachten mich fast um den Verstand. Ich betete dass mir die Erregung nicht am Bein hinunter laufen würde, ich drohte so schon vor Scham im Erdboden zu versinken.
Sein geflüstertes „kein Wort“ in meinem Ohr als er mir den Mund zu hielt, und das Streichen über die Augen damit ich sie geschlossen lasse, ließen mir einen Schauer über den Rücken laufen, doch als er mich berührte, ich das Seil zum ersten mal auf meiner Haut spürte, der feste Griff an meinen Handgelenken, da waren alle Zweifel verflogen. Mir war klar dass ich diesem Mann gehören wollte, alles tun würde was er verlangte. Mit jeder Windung des Seils um meinen Oberkörper fühlte ich mich sicherer, geborgener. Jedes Mal wenn er wieder um mich herum griff wünschte ich mir er würde wieder über meine Brustwarzen streichen, einen Moment länger so verweilen damit ich seine Wärme in meinem Rücken spüren könnte, seine Hände auf meiner Haut, seinen Atem an meinem Gesicht…
Als der letzte Knoten fest war, meine Arme auf dem Rücken haltend und das Seil unnachgiebig um meinen Oberkörper, spürte ich zum ersten Mal das widersprüchliche Gefühl des Bondage. Ich war gefangen, ausgeliefert, eingeschränkt und gleichzeitig doch so sicher, geborgen und frei. Das, was mich einfing, hielt mich fest und gab mir Sicherheit. Das, was mich auslieferte, gab mir die Freiheit mich auf das Wesentliche zu konzentrieren, mich Ihm hinzugeben.
Die Strafe für meine Frechheiten und den unerlaubten Orgasmus war durchaus gerecht und verdient. Während die Schläge mich immer erregter werden ließen, die Seile mir Halt spendeten, und der Wunsch nach Hingabe und Unterwerfung in meinem Kopf immer größer wurde, nagte doch die Angst in mir, seine Prüfung nicht zu bestehen, ihm nicht zu gefallen.
Er löste die Knoten, das Seil wurde Stück für Stück lockerer, gab meinen Körper wieder frei, und doch fühlte ich mich ohne den Halt des Bondages auf einmal verwundbarer und ausgelieferter als vorher. Zu gerne hätte ich dieses Gefühl noch viel länger genossen. Doch der Reif den er um meinen Hals legte, das Klicken des Schlosses, fingen mich wieder ein, er würde mir noch mehr Halt geben als das Seil.
Als ich ihn endlich ansehen durfte, wusste ich wo mein Platz war.
Hallo Divus
Seit einiger Zeit nun bewegen wir (meine Partnerin und Ich) uns nun in der Welt des SM und die Neugierde nach Bondage wird für uns beide immer größer.
Wie ihr bestimmt selbst erfahren habt, ist die Wahl der entsprechenden Lektüre, bzw. die richtige zu finden, wie die Nadel im Heuhaufenzu suchen.
Da auch ihr, euere erste Bondage Session in diesem Jahr erlebt hat, Könnt ihr uns vielleicht ein geeignetes Buch über Bondage empfehlen.
Wir wären Euch sehr dankbar für Euere Tips und wünschen Euch weiterhin viel Erfolg.
Liebe Grüße Dany und Eric
Eric am 1. November, 2008