Da mir Claudia vom Lustgespinst jetzt erklärt hat, was denn eine Blog-Parade ist, möchte ich hier hochöffentlich mal zu einer solchen aufrufen. Das Thema ist Fesselerfahrung. Und da eine solche Aktion immer von mutigen Freiwilligen abhängig ist, will ich auch gleich mal einen Anfang machen.
Meine erste Fesselerfahrung
Ich habe zwar als eher dominanter Part in Sachen BDSM angefangen, aber zum Fesseln bin ich für den Anfang als Sub gekommen. Meine erste Fesselerfahrung verdanke ich meiner Partnerin. Sie hatte sich zum damaligen Zeitpunkt schon mit dem Fesseln von Personen befasst. Und hatte sich vorgenommen, das Fesseln zu lernen. Und da es nahe lag, mußte ich dann wohl früher oder später dafür “herhalten”. Die ersten Schritte waren wohl eher für die Übung gedacht und sie probierte verschiedene Dinge an mir aus. Das ganze hatte anfangs so gar nichts von einer Bondage-Session, wie ich sie heute machen würde. Ist ja auch klar, denn es fehlte uns beiden einfach an Erfahrung. Angefangen haben wir auch nicht mit Hanfseil, sondern auch ganz herkömmlich mit Baumwollseil. Wir entdeckten also das weite Feld des Seilbondage (auch Shibari genannt) für uns und übten wöchentlich.
Da sich zwischenzeitlich auch das Machtverhältnis zu ihren Gunsten gewendet hatte und ich zu dem Zeitpunkt wohl der eher devote Part in unserer Beziehung war, kam es auch sehr schnell, dass bestimmte Elemente des Fesselns von ihr in unser Spiel eingeflochten (ich liebe Wortspielereien) wurden. Ich fand mich also ab da an des öfteren auf Tischen gefesselt, an Betten fixiert oder an die Decke gehängt wieder.
Der Zeitpunkt, wo ich die Seele des Shibari für mich erkennen konnte, war im eigentlichen Sinne wohl der Zeitpunkt, an dem Bondage unser Spiel bereicherte. Ab dann gab es Bondage-Sessions, Gefühle und Emotionen.
Des öfteren hatte sie mich auch einfach nur für Fotos gefesselt. Doch im Gegensatz zu den reinen Übungssessions, konnte ich mich nun auch während eines solchen Bondage-Fotoshootings auf die Situation einlassen und ihr Seil genießen. Unter anderem auch, weil sie mittlerweile nur noch mit behandeltem Hanfseil gearbeitet hat.
Ich danke meiner Partnerin für jede einzelne Fesselerfahrung, weil sie unsere Beziehung bereichert hat und mir das eine oder andere mal geholfen hat, völlig loszulassen.


