Ich habe mich oft schon gefragt, was mich reizt, gefesselte Männer zu fotografieren. Oder besser gesagt, was mich reizt, Männer zu fesseln. Auf der Suche nach einer Antwort, bin ich dann darauf gestoßen, dass es die Gegensätzlichkeit ist, die mich daran reizt. Der Mann ist ja auch in der heutigen Gesellschaft immernoch ein Sinnbild für Macht, Kraft, Stärke und Kontrolle. Ausgestattet mit diesen Attributen geht der Mann durch das Leben. Der eine mag es und kann im Sinne seiner Prägung handeln, doch der andere fühlt sich in der Rolle des Behüters der Männlichkeit so gar nicht wohl und würde lieber aus diesem Käfig der Sinnbilder ausbrechen.
Das Fesseln von einem Mann ist für mich wie das Aufzeigen eines Tors, hinter dem sich eine aufgeklärte Welt befindet. In dieser Welt wird nicht in Schubladen gedacht. Es werden alle alten Gesellschaftsprägungen abgeschüttelt und Mann darf endlich wieder Mensch sein. Ohne sich Gedanken darüber machen zu müssen, ob das denn im Sinne der Natur ist.



Hach, ich mag Deine Bondage-Bilder.
Liebe Grüße,
Zebra
Zebra am 16. Dezember, 2008